Ständig müde? Fühlst du dich oft schlapp und erschöpft, obwohl du gerade erst in den Tag gestartet bist? Hast du unerklärliche Durchhänger und Leistungstiefs? Schränken Müdigkeitsanfälle deinen Alltag ein? Statistisch gesehen kämpfen 96 Prozent der Deutschen mit Müdigkeit und Konzentrationsschwäche1.

Ein gutes Signal des Körpers

Müdigkeit per se ist keine Krankheit, sondern ein natürliches Alarmzeichen. Es zeigt dir, dass dein Organismus Erholung braucht und Zeit ist, um dich zu regenerieren und deine Batterien wieder aufzuladen. Sie schützt vor Überanstrengung.

Schlafhormon Melatonin

Mitauslöser von Müdigkeit ist Melatonin, das als Teil eines komplexen hormonellen Schaltkreises den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Sobald es dunkel wird, gibt die Zirbeldrüse das Schlafhormon in den Blutkreislauf ab. Seine schlaffördernde Wirkung entfaltet sich im ganzen Körper. Es arbeitet eng mit Serotonin und Cortisol zusammen, die als Glücks- und Wachmacher-Hormone gelten.

Wenn die Schlappheit überhandnimmt.

Mehr als ein Tief nach einem langen Tag: Laut einer Untersuchung ist Müdigkeit bei 10 bis 20 Prozent der Gespräche in der Hausarztpraxis Haupt- oder Nebenberatungsanlass2. Mit Post-COVID hat das chronische Fatigue-Syndrom (myalgische Enzephalomyelitis) deutlich an Bekanntheit gewonnen. Der Begriff scheint allgegenwärtig. Wann spricht man von Müdigkeit, Fatigue oder Erschöpfung? Bezeichnet alles das gleiche?

Müdigkeit, Fatigue, Erschöpfung?

Eine wissenschaftliche Abhandlung ordnet die Begriffe in drei ­Intensitätsstufen – abhängig davon, wie rasch sich die Kraftreserven des Körpers wieder auffüllen3: Müdigkeit kann der Organismus durch Erholung ausgleichen. ­Fatigue charakterisiert einen anhaltenden Energiemangel in starkem Ausmaß. Erschöpfung bezeichnet hingegen einen extremen Energieverlust. Soziale, kognitive und emotionale Fähigkeiten sind dann langfristig unmöglich. Erschöpfungszustände zwingen den Körper, auf weitere ­Aktivitäten zu verzichten. Wie beispielsweise nach einem Burnout.

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Wachmacher Kakao

Neben vielen anderen gesunden Inhaltsstoffen enthält naturreiner Kakao Theobromin, dessen Molekülstruktur mit Koffein verwandt ist. Es gilt als angenehm und leicht aufputschend. Eine schokoladige, mildere Alternative zum morgendlichen Hallo-Wach-Kaffee.

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Tipp: Tagebuch führen

Notizen helfen dir, dein Verhalten besser einzuschätzen und Auslöser für deine Müdigkeit zu identifizieren. Halte über einen Zeitraum von einigen Wochen fest: Wann treten Leistungstiefs auf? Wie häufig? Bei welchen
Aktivitäten fühlst du dich erschöpft? Zu welcher Tageszeit? Etabliere gesündere Gewohnheiten in kleinen Schritten und halte in deinem Tagebuch fest, ob du dich wacher und fitter fühlst.

Checkliste: Ursachen für Schlappheit

Mit der Checkliste kommst du möglichen Ursachen für Energielosigkeit auf die Spur. Erkennst du in deinem Alltag destruktive Verhaltensweisen, die deinen Körper müde machen? Beobachte dein Verhalten und etabliere schrittweise gute Routinen.

Gesunder Schlaf?

Eine Ursache für Dauermüdigkeit könnte sein, dass deinem Körper die Tiefschlafphase fehlt. Oder du gegen deinen Biorhythmus und dein persönliches Schlafbedürfnis handelst.

Nährstoffmangel?

Eisen, Vitamin B1 und B12, Vitamin D, Magnesium, Omega 3 Fettsäuren, Proteine und Folsäure: Fehlen dem Körper diese Stoffe, macht uns das einerseits müde. Andererseits tragen die lebenswichtigen Bausteine zu einer guten Regenerationsfähigkeit bei4.

Schwermetallbelastung?

Anhaltende Müdigkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein können ein Zeichen dafür sein, dass dein Körper zu stark mit Schwermetallen belastet ist. Mit einer zeolith-basierten Entgiftung tust du deinem Organismus etwas Gutes.

Leber gesund?

Ungewöhnliche Leistungstiefs und Konzentrationsschwierigkeiten können Warnzeichen für eine Lebererkrankung sein. Müdigkeit gilt als stiller Schmerz eines der wichtigsten Stoffwechselorgane.

Zoom-Fatigue?

Studien belegen, dass die virtuelle Teilnahme an Besprechungen überfordernd sein und langfristig Gesundheit und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. In einem Ratgeber gibt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. hilfreiche Optimierungstipps5.

Wenig Bewegung an der frischen Luft?

Regelmäßig aktiv zu sein, regt den Kreislauf an und lässt den Blutdruck steigen: Rad fahren, Joggen oder ausgiebige Spaziergänge sind nur einige der unzähligen Outdoor-Möglichkeiten. Zudem regen Tageslicht und UV-Strahlung die Ausschüttung des Wachmacherhormons Serotonin an.

Gestresst?

Schlappheit kann eine Alarmreaktion auf Stress und oft unbewusste Überanstrengung sein. Oft begleitet von einem vernebelten Gehirn (Brain Fog): klare Gedanken zu fassen fällt schwer. Langfristiger, chronischer Stress kann bis in die totale Erschöpfung führen.

Wann ist Müdigkeit bedenklich?

Hast du ohne spürbare Verbesserung an verschieden Stellschrauben gedreht? Beobachtest du weitere Symptome wie Nachtschweiß, trockene Schleimhäute oder geschwollene Lymphknoten? Dauert deine Abgeschlagenheit ungewöhnlich lange und ist stark lebenseinschränkend? Anhaltende Müdigkeit kann auch auf eine schwerwiegendere psychische oder physische Erkrankung hindeuten. Dann ist ein Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker empfehlenswert.

Selbstversuch: Wie viel Schlaf brauchst du?

Schlafe gezielt ohne Wecker. So gibst du deinem Körper Raum, sich (wieder) in seinem natürlichen Rhythmus einzupendeln. Notiere deine Schlafdauer einige Zeit lang und bilde daraus den Durchschnitt, um dein persönliches Schlafbedürfnis herauszufinden.

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Quellen

  1. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1277730/umfrage/muedigkeit-der-deutschen/
  2. https://www.aerzteblatt.de/archiv/220812/Leitsymptom-Muedigkeit
  3. https://link.springer.com/article/10.1007/s11818-022-00372-6
  4. https://www.apotheken-umschau.de/gesund-bleiben/schlaf/gesund-bleiben-schlaf-staendig-muede-
    ursachen-1026721.html
  5. https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/4428